Geschichte
Caroline Fliedner

Die Geschichte des Hotel "Carolinenhof" Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Landhausstraße- 
ursprünglich ein Zentrum der Mutterhausdiakonie

Als der Kaiserswerther Verband 1916 in Berlin gegründet wird, denkt man weder an eine hauptamtliche Leitung, noch an eine eigene Geschäftsstelle. Erst 1921 übernimmt Pfarrer Johannes Thiel, zuvor Pfarrer im Diakonissenmutterhaus Bethanien, die hauptamtliche Leitung. Diese behält Thiel, bis er 1932 sein Amt aufgeben muss.
Thiel geht die Arbeit energisch an – und sorgt dafür, dass man schließlich eine eigene Geschäftsstelle einrichten kann. 1927 wird sehr günstig in Berlin-Wilmersdorf Haus und Grundstück Landhausstraße 10 gekauft, eine große Stadtvilla, die sich sehr für die Geschäftsstelle eignet. Später wohnt hier auch der Verbandsdirektor selbst. Johannes Thiel sorgt auch noch für den Kauf der benachbarten Grundstücke und Villen (Nr. 11 und 12), eine Entscheidung, die in der Wirtschaftskrise für den Verband problematisch ist.
Im Zweiten Weltkrieg wird die Verbandsgeschäftsstelle zerstört, das gesamte Gebäudeensemble dient – nach einfacher Wieder-herstellung – nach Kriegsende dann weiterhin als Teil der Geschäftsstelle sowie als Gästehaus für Diakonissen verschie-dener Mutterhäuser, die in Berlin arbeiten.
In den sechziger Jahren wird überlegt, was mit dem Gelände und den Häusern geschehen kann. Gemeinsam mit der Berliner Landeskirche und dem Bezirk Wilmersdorf beschließt man eine zukunftsweisende Mischnutzung des Geländes. Es werden zwei große Mietwohnhäuser errichtet – und auf dem Gelände der alten Verbandsgeschäftsstelle entsteht 1975 das „Haus der Begegnung“, mit Wohnungen, Appartements und Zimmern insbesondere für Diakonissen, nicht nur im Ruhestand.

Vom "Haus der Begegnung" zum Hotel "Carolinenhof" 

Über das Haus der Begegnung zur Einweihung:
Das Zitat von Bischof Kurt Scharf anlässlich der Einweihungsfeier würden wir gern im Text zum "Haus der Begegnung" aufgreifen.
"Ich finde dieses Haus gar nicht so schlecht, ich finde es entzückend. Es strahlt Freude und Schönheit aus."

Bis 1990 ist die Landhausstraße 10 ein beliebter und wichtiger Begegnungsort zwischen Ost und West, wobei sich viele „Westler“ von dort aufmachen können in den Ostteil der geteilten Stadt, um dort an Tagungen und Veranstaltungen teilzunehmen. Auf diese Weise fördert der Kaiserswerther Verband die Verbindung seiner Mitglieder in beiden Teilen Deutschlands und Osteuropas bis zum Fall der Mauer.
Nach der Wiedervereinigung kehren die Schwestern in ihre in der vormaligen DDR gelegenen Mutterhäuser zurück. Die Mutter-häuser pflegen wieder direkte Kontakte. Als Folge verliert das „Haus der Begegnung“ seine wichtige Bedeutung als Brücke zwischen Ost und West. Seit vielen Jahren nun hat sich das bisherige „Haus der Begegnung“ zu einem beliebten Hotel in Berlin entwickelt.

Im November 1998 tritt das „Haus der Begegnung“ dem VCH- Hotels Deutschlands (Verband Christlicher Hoteliers e.V.) bei.
Fünf Jahre später, im November 2003, erhält das Haus die Klassifizierung der DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststätten-verband) zum 3- Sterne- Hotel.
Im Januar 2004 wird das Hotel "Haus der Begegnung" aus dem Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissenmutterhäuser e.V. als Tochtergesellschaft unter der Firmierung Hotel-Garni "Haus der Begegnung Berlin Wilmersdorf" GmbH ausgegliedert.
2008 erfolgt der Kauf des Grundstückes Landhausstraße 10 durch die Hotel-Garni "Haus der Begegnung Berlin Wilmersdorf" GmbH.
Am 26. Januar 2011 würdigt das Haus mit der Namensänderung in Hotel „Carolinenhof“ das Lebenswerk der Caroline Fliedner, geb. Bertheau (Frau des Begründers der „Kaiserswerther Diakonie“ Theodor Fliedner und Vorsteherin der Diakonissenanstalt Kaiserswerth) anlässlich ihres 200. Geburtstages.

Ein Unternehmen des Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V. Ein Unternehmen des Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V.

Mitglied im Verband Christlicher Hoteliers VCH-Hotels Mitglied im Verband Christlicher Hoteliers VCH-Hotels